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 Kaprikas Charaktergeschichte

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hili

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BeitragThema: Kaprikas Charaktergeschichte   Mo Jan 31, 2011 4:19 pm

Wer wissen möchte, warum Orks für Kaprika ein kompliziertes Thema sind, warum sie nicht draußen übernachten mag, wie sie damals zum Zirkus kam, wer Professor Rukolar ist und warum die Zeit auf Mariell so wichtig für sie war, kann das hier nachlesen. Viel Spaß!



Anfänge

Ich heiße Kaprika. Warum meine Eltern mir diesen Namen gegeben haben, weiß ich nicht, es hat aber mit den zur Zeit meiner Geburt gültigen Telemetriedaten des Dimensionsschiffes zu tun, das damals unser Zuhause war. Der Anfang meines Lebens fällt in die Zeit, in der mein Volk, die Draenei, das heute bekannte Universum erforschten. Wir waren der Brennenden Legion entkommen und auf der Suche nach einer Zuflucht.

Argus, unsere Heimatwelt, kenne ich nur aus Erzählungen meiner Eltern und anderer, sehr alter Draenei. Ich selbst war dort nie, und ich mag es auch nicht, als Eredar gesehen zu werden. Die Eredar waren eine große und bemerkenswerte Kultur, doch sie haben sich lange vor meiner Zeit in zwei Völker aufgeteilt. Meines sind die Draenei, und soweit ich das für mich und viele Draenei meiner Generation sagen kann haben wir keine Heimat.

Ich verbrachte meine Kindheit in einer Kolonie auf CR71A, einer kaum bekannten Welt, die in einer engen Umlaufbahn um einen kleinen, sehr roten Stern kreist. Der wichtigste Teil der Kolonie war in die Planetenoberfläche integriert und bestand aus einem umgekehrten Kegel, dessen oben liegende Grundfläche durch einen arkanen Kristallschild zum offenen Weltraum hin versiegelt war. Infolge der (in dieser astronomischen Konstellation durch Gezeitenkräfte bedingten) gebundenen Rotation stand das Zentralgestirn über der Kolonie stets im überwiegenden Teil der Oberseite des Habitats. Die an den Seitenwänden sehr steile, etwa sechstausend Fuß in die Planetenoberfläche reichende Biosphäre war das Zentrum der Kolonie, in deren unmittelbarer Umgebung sich verschiedene Funktionselemente gruppierten. In der Kolonie wurden schon bei unserer Ankunft sehr weit entwickelte, halbselbständige hydroponische Farmen betrieben. Viele Kolonisten und auch meine Eltern arbeiteten in diesen Farmen. Ganz unten in der Mitte gab es einen kleinen See. Das war mein Lieblingsplatz.

Rote Zwerge neigen zu starker und manchmal sehr kurzfristiger Variabilität. Monate unterdurchschnittlicher Strahlungsaktivität konnten binnen Minuten nach auftretenden Flares Vorsichtsmaßnahmen erfordern, zu denen Schutzkleidung und Abschirmvorrichtungen gehörten. Es gibt einen Verteidiger auf der Exodar, der sich immer noch lebhaft an die silbrigen Anzüge aus der damaligen Zeit erinnert, wenn man ihn nach einem Schneider fragt. Ich selbst bin bis heute zwar gerne draußen, kann aber nicht unter freiem Himmel einschlafen, weil ich mich viel zu ausgesetzt fühle. Auch Zelte sind mir noch immer unangenehm, obwohl ich während meiner Zeit beim Zirkus über ein Jahr lang fast ausschließlich in Zelten schlafen musste. Und noch immer ist es für mich wie ein Wunder, die Sonne auf- und untergehen zu sehen.

Leider wurde die Legion auf unsere Kolonie aufmerksam und setzte umgehend zu unserer Vernichtung an. Die meisten Kolonisten gaben ihr Leben im Kampf um die Sicherung der Flucht unseres Dimensionsschiffes, das die gefährliche Gunst des Strahlungsmaximums eines Sonnensturms nutzte, um in den Nether zu springen und zur Dimensionsfestung der Naaru zurückzukehren. CR71A war - soweit ich weiß - der letzte von einigen Versuchen, an einem Ort ohne natürliche Biosphäre zu siedeln.

Meine Eltern sind im Kampf auf CR71A zurückgeblieben, ich habe sie nie wieder gesehen. Wir wissen nicht, was aus der Kolonie geworden ist, aber das letzte, was wir vor dem Dimensionssprung gesehen haben ist wie der Kristallschirm brach und das Innere der Kolonie durch den atmosphärischen Überdruck aus dem Habitat in den Weltraum geschleudert wurde. Man kann so etwas nicht überleben.


Die Schönheit Draenors

In der letzten Zeit vor der Vernichtung meines ersten Zuhauses fand ein Navigator der Naaru einen Planeten, der von der Legion noch nicht entdeckt worden war. Er kreiste auf einer günstigen Ebene um einen Klasse G-Stern und hatte eine kompatible, hochentwickelte und sehr lebenswerte Biosphäre. Wir glaubten, einen sicheren Ort gefunden zu haben und begannen, dort zu siedeln. Es war eine Zeit voller Hoffnung, und in unserem Glück nannten wir den Planeten "Draenor", was man mit "Zuflucht der Exilanten" übersetzen könnte.

Es gab auf dem Planeten mehrere intelligente Spezies. Keine von ihnen verfügte über hochstehende Technologien und selbst unter der entwickeltsten von ihnen herrscht bis heute der Glaube, dass das Dimensionsschiff unserer ersten Siedler ein heiliger Ort der Geister sei. Unter der Anleitung ihrer Schamanen begannen sie alsbald, jahreszeitliche Feste dort zu feiern und unserem Schiff einen sonderbaren Namen zu geben, "Oshu'gun", also "Gebirge der Geister" oder etwas in der Art nennen sie es noch immer. Ich denke oft darüber nach, ob es vielleicht einen Versuch der Naaru gegeben hat, mit diesen Schamanen in spirituellen Kontakt zu treten, aber das ist spekulativ.

Mit allen intelligenten Spezies lebten wir friedlich zusammen. Man mischte sich selten untereinander, doch gab es viel Handel und auch kulturellen Austausch. Obwohl ich diese Zeit selbst erlebt habe, ist es für mich, nach allem, was geschehen ist, schwer zu verstehen. Denn diese meist sehr friedliche und doch einflussreichste unter den Spezies unserer neuen Heimat waren die Orks. Also jene, die später versuchten, mein ganzes Volk auszurotten.

Ich weiß nicht, ob im Laufe der Zeit wirklich alle Draenei als Siedler nach Draenor kamen, aber es müssen zumindest die allermeisten gewesen sein.

Damals war ich sehr jung, und wie manche aus meiner Generation wollte ich von unserer leidvollen Geschichte, dem heiligen Auftrag und der Vorbereitung auf den Kampf gegen die Man'Ari nichts wissen. Ich hörte schließlich von einen Ort, wo man mit so einer Einstellung leben konnte.


Mariell

Es gab unter uns nur wenige Seefahrer. Einige jüngere, abenteuerlustige Draenei, die sich von den Orks auf ihren Segelschiffen mitnehmen ließen machten eine sehr kleine, unbewohnte Insel ausfindig, auf der sie eine Gemeinschaft gründeten. Ich hörte von jener Insel und schloss mich ihnen an. Wir nannten die Insel Mariell, und wir alle wurden sehr glücklich dort.

Wir wohnten verteilt in kleinen Hütten, die wir zusammen bauten. Wir lernten, wie man das Land bewirtschaftet, Fische fängt und für sich selbst sorgt. In der Mitte der Insel gründeten wir nach ein paar Jahren eine gemeinschaftliche Stadt, Mariell'trath genannt, doch es wurde zu einer unserer Regeln, dass dort niemand wohnen durfte. Wir trafen uns dort, um einen Ort zu haben für unser Handwerk und unsere Künste, für Feste, Handel und für Besucher vom Festland. Es gab auch ein verborgenes System von Kellern, in denen wir versuchten, das technologische Wissen unseres Volkes zu bewahren. Außerhalb dieser unterirdischen Anlage aber wollten wir ein einfaches Leben führen, weil wir glaubten, nur auf diese Weise wirklich heimisch werden zu können auf Draenor. Darüber hinaus hofften wir, auf diese Weise besser vor der Brennenden Legion verborgen zu bleiben.

Die Zeit auf Mariell war wirklich die schönste und die wichtigste in meinem Leben. Es gab einen Ort und eine Gemeinschaft, wo ich mich beheimatet und geborgen fühlte. Wir hatten alle einen Hang zu den Künsten, aber ich entdeckte mit der Zeit ganz wunderbare Seiten an mir, mit denen ich anderen und mir viel Freude bereitete. Auf Mariell traf ich auch meinen Gefährten, Nirin. Wir versprachen uns einander und beschlossen, eine Zeit lang beieinander zu bleiben, bis wir uns endgültig aneinander binden wollten. Wir lebten zusammen in einem kleinen, weißen Holzhaus mit gemauertem Kamin zwischen einem Wäldchen und der Küste im Südwesten der Insel. Ach, ich glaube, alles in allem werde ich mir nie mehr vorstellen können dass ein wirklich gutes Leben anders sein kann als das, was wir uns auf Mariell gemeinsam aufgebaut hatten.


Der Krieg um Draenor

Von den Anfängen des Krieges bekamen wir nichts mit. Um Handel zu treiben hatte ich die Aufgabe übernommen, mit einem kleinen Segelboot gelegentliche Reisen nach Zeth'kur zu unternehmen, einer Hafenstadt der Orks im Süden der Gegend, die heute Höllenfeuerhalbinsel genannt wird (allerdings sind dort heute kaum noch Spuren zu finden von der ehemals stolzen Hafenstadt der Orks). Lange Zeit bemerkte ich nichts von dem, was sich in anderen Teilen Draenors ereignete. Ein wenig zurückhaltender wurden die Orks schon, aber sie kannten mich; und die Geschäfte, die wir miteinander machten, waren stets zum beiderseitigen Vorteil. Damals hatte ich noch eine andere Einstellung zum Handel.

Wir waren so mit uns selbst befasst, dass wir auch nicht bemerkten, wie die Orks zunehmend militärischer wurden. Eines Tages, als ich in Zeth'kur war, kamen fremde Krieger und fragten mich aus. Zwar waren sie mir nicht geheuer, aber ich erzählte aufrichtig alles, was sie wissen wollten. Das hätte ich natürlich nicht tun dürfen - aber ich wusste es nicht besser, damals. Als ich am nächsten Tag nach Mariell zurücksegelte, fand ich dort keine lebende Seele mehr. Über die ganze Insel verteilt lagen meine Freunde erschlagen herum. Nirin hatte versucht zu fliehen, ich fand ihn am Waldrand. Sie hatten ihn so übel zugerichtet, dass ich ihn nur noch an seinen Kleidern erkannte.

Allein die Keller waren unentdeckt geblieben. Aus Angst vor der brennenden Legion hatten wir die Zugänge verborgen gehalten, und natürlich hatten auch die Orks sie nicht gefunden. Voller Sorge, dass ihre Krieger zurückkehren könnten, trug ich in der Nacht die Leichen meiner Freunde zusammen und legte sie in die unterirdische Anlage. Schließlich zündete ich sie an. Am Ende plazierte ich eine Handvoll überladene Energiekristalle in der Mitte unserer kleinen Stadt. Ich rannte schnell zur Anlegestelle, setzte die Segel und sah die Explosion von weitem. Seltsamerweise fühlte ich mich erst dann in die Zeit meiner Kindheit versetzt - es war genau wie in dem Moment, in dem ich von weitem beobachtete, wie der Kristallschirm der Kolonie auf CR71A brach.

Es lastet noch heute auf mir, dass das so geschehen ist. Vielleicht hätten die Orks uns nicht angegriffen, wenn ich nicht nach Zeth'kur gesegelt wäre. Vielleicht hätte ich vor den Orks auf Mariell ankommen und meine Freunde warnen können. Wir hätten uns in den Kellern verstecken und vielleicht überleben können. Oder ich wäre einfach mit ihnen gestorben, an Nirins Seite. Das mag sich schlimm anhören, aber er war mein Gefährte und mein Platz wäre an seiner Seite gewesen.

Ich segelte westlich zurück zur Küste Richtung Terrokar, versteckte mich tagsüber in den Wäldern und schlug mich in den Nächten nach Shattrath durch. Shattrath (der Name bedeutet in unserer Sprache so etwas wie "Stadt, in der das Licht wohnt") war damals die Hauptstadt der Draenei, stark befestigt und für längere Zeit in der Lage, den Angriffen der Orkarmeen standzuhalten. Ich hatte eine schwere Zeit und fand Trost bei den Naaru. Erst in dieser Zeit begann ich, die Geschehnisse der damaligen Zeit, das Wesen meines Volkes, die Naaru und unsere Verbindung zum Licht zu verstehen.



Wandlungen

In Shattrath wurde ein Exarch auf mich aufmerksam. Wir sprachen viel und schließlich gelang es ihm, mich als Anachoretin zu werben. Ich begann alsbald mein Noviziat und und war eifrig und entschlossen, Priesterin werden. Leider sollte es dazu aber nicht mehr kommen. Kurz nachdem ich mein erstes Habit erhalten hatte und auf Probe ordiniert werden sollte, wurden die Angriffe auf Shattrath so heftig, dass ich mich den Verteidigern anschloss.

Karabor und Fahralon waren gefallen, im Inneren des Verborgenen auch Telmor in den Wäldern von Terrokar. Nur Shattrath blieb noch übrig, doch die Orkarmeen stürmten ohne Pause gegen uns an. Die Berge um die Stadt hatten vielen von uns eine verlustreiche Flucht erlaubt, und auch ich war in einer der letzten Gruppen, die die Stadt auf jenen schmalen Pfaden verließ. Ein paar Tapfere waren zurückgeblieben, um die Ausfälle der letzten Flüchtenden zu sichern. Ich habe gesehen, wie sie den nächsten Angriff erwarteten. Sie schienen zu wissen, dass es der letzte sein würde. Ich habe gesehen, wie tausende Orks die Stadt stürmten um alles zu erschlagen was sie fanden, und wie der Turm fiel, auf dem Verteidiger Nobundo bis zum Ende aushielt. Als ich ihm viel später als einzigem wieder begegnete, war er Krokul - ein ehemaliger Draenei, der seine Verbindung zum Licht verloren hat und mit unserem Wort für zerbrochen, zerschlagen bezeichnet wird.

Wir beeilten uns, hinauf in die Berge zu kommen. Meine Gruppe kam leider nicht weit, wir liefen in eine Falle, wurden zusammengetrieben und in einer langen Reihe aufgestellt. Zu beiden Seiten standen höhnische Orks und trieben uns nach vorn. Ich weiß bis heute nicht, was am vorderen Ende geschah. Es hieß, die Orks würden dort das Köpfe abschlagen üben, aber ich habe nichts gesehen, das vordere Ende war hinter einem Felsvorsprung. Jedenfalls hatten sie die kleinsten von uns ganz vorn und die größten ganz hinten in die Reihe gestellt. Kinder zuerst, Männer zuletzt.

Von Moment zu Moment war ich wie von Sinnen. Ich hob meine Augen zu den Bergen im Westen über der Aldorhöhe und erinnere mich gesehen zu haben, wie sich dort zwei wirbelnde Nebelschleier voneinander lösten. Sie bewegten sich rasch die steilen Hügelkette entlang zu uns herunter und waren bald als geisterhafte Wolfsgestalten zu erkennen, die durch die verdutzten Orks stießen und geradeswegs auf mich zu kamen. Als sie mich erreichten, fühlte es sich an als würde ich von einer starken Strömung mitgerissen und von dem Ort weggetrieben. Ohne zu verstehen, ließ ich es mit mir geschehen und bekam kaum mit, wie wir mühelos dutzende von Orks passierten, wie wir wie ein schneller Wind die Wälder am Hang über dem Sylmirsee durchquerten und von dort in die Zangarmarschen aufstiegen, alles in nur wenigen Augenblicken. Heute weiß ich, dass mir damals zwei Wildgeister zur Seite gestellt wurden. An jenem Tag aber hielt ich es für ein Wunder.

Ich fand mich wieder in der Nähe von Telredor, wo ich bald auf andere Flüchtende stieß. Der stille Rückzugsort der Anachoreten in der Höhe über den Zangarmarschen wurde mit unserer Hilfe im Handumdrehen zu einer überbevölkerten, uneinnehmbaren Festung, die bis heute nur vom Hunger eingenommen wurde, wie manche sagen.

Für lange Zeit habe ich die Umstände meiner alleinigen Flucht aus der Gruppe Gefangener verdrängt, ich sah darin auch kein Anzeichen einer schamanistischen Gabe. Auch mein Noviziat ruhte und Nobundos historische Ansprache habe ich nicht mitbekommen, denn ich verfolgte nur noch ein Ziel: Eine Verteidigerin zu sein und zu lernen, wie man viele Orks mit Äxten bekämpft.



Rückkehr und Flucht

Die Orks schienen sich nicht viel aus Shattrath zu machen. Schon bald wagten einige sehr mutige Priester des traditionsreichen Ordens der Aldor, in einer der Tempelruinen ihre Rituale durchzuführen. Dies war die Zeit, in der die Sha'tar kamen, ein Kreis mächtiger Naaru, die sich zunächst in der Rückeroberung und im Wiederaufbau der Stadt an unsere Seite stellten - sie schienen aber möglicherweise auch das nächste Unheil zu ahnen, das damals unmittelbar bevorstand.


Zirkus Rizzo

Der Absturz der Exodar sprach sich schnell herum in Azeroth. Alsbald entstanden Kontakte nach Darnassus, doch die ersten Einheimischen, die ich persönlich kennenlernte, waren die umherziehenden Goblins des Zirkus Rizzo. Vermutlich in der Annahme, dass wir reiche, gestrandete Reisende aus einer fremden Welt voller Überfluss und vielversprechender Ingenieurskunst seien, ließen sie sich auf die Azurmythosinsel übersetzen, wo sie eine zeitlang gastierten. Weil wir in jenen Tagen eine Menge sehr anstrengende und nicht immer angenehme Dinge zu tun hatten, freuten sich viele von uns an den abendlichen Vorstellungen sehr.

Ich muss sagen, dass ich damals meines Volkes überdrüssig war. Ich hatte genug von dem Krieg, den Katastrophen und dem Elend, genug von der Flucht vor Bedrohungen und all den Toten, genug von den Reden unserer weihevollen Anführer und der vielen Arbeit, die uns die beiden Inseln weit draußen im Verhüllten Meer machten. Mir bedeutete die Azurmythosinsel nichts und die Blutmythosinsel auch nicht. Meine Insel war Mariell gewesen.

Ich heuerte im Zirkus Rizzo an. Meine Entlohnung war lächerlich, aber davon verstand ich damals wenig und ich war froh, die Exodar nicht mehr sehen zu müssen. Man gab mir alle möglichen Arbeiten, ich half beim Auf- und Abbau, ließ mich abwechselnd als Assistentin eines Zaubertrickkünstlers und als vermeintliche Satyrkönigin bewundern und lernte nebenbei, mich zu verständigen (daher mein bis heute hörbarer, leichter Goblin-Akzent). Später hatte ich sogar eine eigene kleine, eigene Nummer, bei der es um Fackeln und Feuerspucken und ein Zhevra ging. Am liebsten aber mochte ich es, mich um die Tiere zu kümmern. Meine Leidenschaft für Haus- und Reittiere ist damals entstanden.

Im Nachhinein war das Interessanteste in jener Zeit, dass ich ganz Azeroth kennenlernte. Zirkus Rizzo war in den Städten und Dörfern der Allianz genauso gerne gesehen wie bei der Horde, und ich konnte viele Bekanntschaften schließen. So unterhielt ich mich in Unterstadt lange mit einem Verlassenen namens Clavius Elesser. Er muss wohl in der Zeit seines Lebens ein Gelehrter gewesen sein, und so erklärte er mir anhand seines Wissens über Sternbilder, was mein Name in der Sprache der Menschen bedeuten könnte. Seither kennt man mich als Kaprika.

Mittlerweile weiß ich, wie sehr die Familie Rizzo mich damals ausgenutzt hat. Dennoch habe ich mich wohl gefühlt, und meine einzige Bedingung wurde stets erfüllt: Ich wollte nicht unter freiem Himmel schlafen. Das ist mir bis heute unheimlich, und ich werde es mir niemals angewöhnen können. Wo ich aufgewachsen bin, wäre der Blick in den offenen Sternenhimmel ohne schützenden Kristallschild eine gefährliche Sache gewesen. Tagsüber macht mir das nicht viel aus. Nachts wenn ich wach bin auch nicht, aber ich kann nicht einschlafen ohne zumindest eine Zeltplane über mir zu wissen.


Die Abenteuerfahrt mit Meister Rukolar und unsere Aufnahme bei den Anderen


Der stärkste Mann der Welt


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[Anmerkung I: Die Geschichte ist noch nicht fertig und ich vervollständige sie in den nächsten Wochen. Anmerkung II: Spielcharakter, die alles hier festgehaltene über Kaprika wissen, haben einen sehr exklusiven Zugang zu ihr - das meiste erzählt sie nie, weil sie nur selten findet dass es die Leute etwas angeht. Anmerkung III: Die Geschichte der Draenei und vieler damit im Zusammenhang stehender Elemente weist bekannte Lücken und Inkonsistenzen auf und ist Gegenstand verschiedener Kontroversen. Dieser Entwurf baut darum hauptsächlich auf vom Plot isolierten und geschichtlich irrelevanten Inselkonstrukten (CR71A, Mariell, Zirkus Rizzo) sowie unbedeutender Teilhabe an historischen Ereignissen auf. Kaprikas Hintergrund ist somit vom allgemeinen Hintergrund (bekannt als "Lore"/"Überlieferung") vollständig abhängig, die Option der verschiedenen biographischen Elemente bleibt aber ohne Auswirkung auf den allgemeinen Hintergrund. Quellen: WoWInsider/All the Worlds's a Stage: So you want to be a Draenei; WoWWiki - Free Warkraft Universe Source; Forscherliga Wiki; spielintegrierte Quellen (z.B. Questtexte)]
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