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 [Historicae] Angriff der Geißel - Eure Geschichte

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Aliterata
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BeitragThema: Re: [Historicae] Angriff der Geißel - Eure Geschichte   So Jul 26, 2009 7:22 pm

Freundlichst über die Verbindung zu den Nachtlichtern wurde uns zur Verfügung gestellt der Bericht eines Lichtdieners der Elfen.

Gyldor schrieb:
Längst hatte sich die Nacht über Silbermond gelegt und Stille herrschte in den Gassen. Eine Ruhe, die den Lärm und das Durcheinander des Tages wie einen fernen Traum erscheinen ließ.
Auch Gyldor wollte ruhen, vermutlich mehr als viele andere. Doch erst wollte er seine Gedanken noch festhalten und bewahren für andere.

Die Waffen waren geputzt und eingeölt und der Staub und das Blut vom Leib gewaschen. Gylodr setzt sich an den Schreibtisch und griff zu Feder und Tinte.

Er warf einen letzten verträumten Blick auf das Bett. Das leise Atmen seiner schon schlafenen Gefährtin, versprach ihm heute in ihren warmen Armen Ruhe zu finden.
Dann begann er zu schreiben.


Sie waren gekommen. Ihre Zahl mag sich nicht mit den endlosen Legionen der Geißel messen und doch erzitterte mein Herz in der Erwartung vor ihnen allen sprechen zu müssen.
Meine Liebste war an meiner Seite und erfüllte mich mit Kraft. Mit jedem Schritt wuchs mein Mut und als ich endlich zwischen ihnen stand, war mir klar es würde ein großer Tag werden.

Heiß loderten Feuer in den Herzen der Orcs, Trolle, Verlassenen, Tauren und Blutelfen, die dort warteten.
Der Wunsch zu handeln brannte in ihren Herzen. Sie brüllten und forderten und zankten.
Ich mag es ihnen nicht einmal verübeln, ist ihre Hingabe an diesen Kampf doch auch meine.

Schnell war mir klar, welches die eigentliche Herausforderung dieses Abend darstellte. Orcs gegen Tauren. Trolle gegen Blutelfen. Jeder gegen jeden.
Missgunst und Hader standen zwischen vielen. Auch im Schatten der Nekropolen waren viele nicht bereit alten Zwist zu vergessen und ihre Leidenschaft in nötigere Bahnen zu lenken.

Ich sprach zu ihnen und konnte dem Chaos kaum Herr werden. Trolle unterbrachen mich und provzierten mich. Es war nichts überraschendes... doch wie überzeugt man einen der sich nur auf leere Vorwürfe beruft?
Andere sprachen für mich und stärkten mich, Frauen und Männer von denen ich es nicht erwartet hätte, Blutritter und wiederrum Trolle. Wahrlich ein großer Tag.

Die einen wollten stehen und beschützen, unsere Städte und unsere Völker. Andere wollte vorstürmen und den Lichkönig im Herzen seines kalten Landes angreifen.
Ich wollte beides. Doch war meinem Herzen, abgekühlt durch die Gedanken und Pläne der letzten Tage, klar, daß erst das eine vollbracht sein muß, bevor wir das andere wagen können.

Iluvatar sprach zu ihnen als mich schon fast der Mut zu verlassen drohte ob der vielen Meinungen und harten Worte untereinander. Er ist ein weiser Mann und ich denke einige begriffen nun erst, daß es nicht um Beute, um Gold und um ein Fest ging, sondern darum sich das Recht auf Freiheit und Leben zu erkämpfen.

Sie fragten mich ob ich sie führen will in diesem Kampf.
Ich sagte nein, denn nur ein Narr würde einen zerschlagenen Haufen wie diesen führen wollen.
Doch ich sagte auch daß ich es tun werde wenn man es wünscht. Ich bin nicht hier um kluge Entscheidungen zu treffen, sondern richtige...

Ich forderte sie auf Vertreter zu bestimmen, um die Last nicht alleine tragen zu müssen. Und weil ich wußte daß ein einzelner Blutelf niemals für alle von ihnen stehen können würde.
Die Verlassenen zeigten sich dabei am stabilsten. Schnell hatten sie Jes bestimmt. Mir konnte es gleich sein, denn für mich waren sie alle gleich abartig und hatten doch alle die gleiche gerechte behandlung zu bekommen.
Bei uns zeigte sich Hezekin, der Blutritter, als Stimme. Er und ich wir sind uns ähnlicher als ich je geglaubt hätte. Er war loyal, klug in der Planung und entschlossen im Kampf. Es tat gut das zu sehen.

Die Tauren hatten auch gewählt, doch zu meiner Schande ging ihre Wahl unter und andere Dinge forderten derweil meine Aufmerksamkeit.
Die Krieger schrien nach Blut und Einigkeit und Hezekin drängte auf einen Kampf um sie gleichzeitig abzukühlen und zusammen zu schweißen. Ich wußte er hat Recht denn lange würde ich diese Unordnung nicht mehr zusammen halten können.
Iluvatar drängt darauf daß es töricht ist ohne Plan zu kämpfen. Recht hatte zweifellos auch er.

So zogen wir zur Nekropole... und die Tauren blieben zurück.
Ich verließ den Zug um Klärung zu suchen und ritt wie der Wind zurück zum Bollwerk. Dort redeten wir und ich konnte sie, dem Licht sei Dank, wieder für uns gewinnen.

Was war mit den Trollen und Orcs? Ich weiß es nicht... wenn sie gewählt haben dann ohne es mir mitzuteilen...

Unter der Nekropole herrschte trügerische Ruhe und nur die verderbten Runen glühten noch in der Erde. Hatten sie uns kommen sehen? Sei es wie es sei... einen Kampf fanden wir hier nicht.
Und wieder wurden die barschen Stimmen lauter und wieder drohten die Tauren uns zu verlassen.
Was für eine Prüfung...

Andorhal schlugen einige vor. Eine Bastion der Geißel und viel zu nah.
Einige, wie Iluvatar, fanden viele Worte um dagegen zu sprechen. Und wie zuvor hatten sie Recht.
Und dennoch führte ich sie nach Osten, nach Andorhal.
Dort in den Kämpfen konnte ich sie schützen. Doch wenn dieses Banner, das wir waren, zerbrechen würde, war alle Mühe umsonst.

Späher wurden geschickt und brachten zweierlei Kunde zurück.

Weiter im Osten, noch hinter dem großen See, bedeckte eine gigantische Nekropole den wolkenverhangenen Himmel. Mit ihrer Kampfkraft konnten wir uns heute kaum messen.
Jes forderte mich auf zu ihr zu ziehen oder uns aufzuteilen. Ein Stück weit entschied ich auch so.
Jes sollte sich eine Handvoll Kämpfer mitnehmen und ihre Aufgabe sollte es sein eine mögliche Verbindung zwischen Andorhal und der Festung zu zerstören.
Und sie ritten voraus.

Die anderen Späher hatten in Andorhal die vermutlich größte Gefahr ausgemacht. Ein Lich herrschte über die Ghule und Gebeine dort. Er war der Feind und wenn er fiel, würde der Rest ohne Mühe zersprengt werden können.
Wie Jes betraute ich Hezekin mit dieser Aufgabe. Einige Männer begleiteten ihn auf dem Weg.

Wiir Rest schlugen ein Lager auf in dem sich unsere Heiler darauf einstellten die Verwundeten zu empfangen. Ein paar Wächter ließen wir bei ihnen.

Dann griffen wir frontal an und machten der Geißel deutlich, daß wir hier waren.
Wir stürmten ihre Barrikaden und rechts und links schlugen wir ihre wiederwärtigen Diener nieder.
Der Plan war ihre Kräfte auf uns zu ziehen und für Hezekin den Weg frei zu machen zu ihrem Führer, dem Lich.

Der Plan ging auf. Wir merkten ihre Kampfkraft schwinden mit jeder Sekunde. Immer langsamer wurden ihre Streiche und immer schneller gingen sie nieder.
Ein Kampfschrei machte es deutlich: Der Lich von Andorhal war nicht mehr.
Doch der Jubel ging unter in einem anderen Schrei. Jes brüllte, die Tauren haben uns verraten.

Wir sammelten uns und zogen uns zurück zum Lager, Hezekins Trupp deckte uns den Rücken.
Dort redete ich mit Jes, die alleine aus dem Osten zurück gekehrt war.
Sie erzählte von Kampf und wie die Tauren ihre Blitze plötzlich in die eigenen Reihen schmetterten, ihrer Meinung nach um die Welt von den Verlassenen zu befreien. Fierone war gefallen sagte sie. Und ich sollte mitkommen und es mir selbst anschauen.

Die Tauren uns verraten? So unwahrscheinlich es klang, etwas war geschehen und es war meine Pflicht Klarheit zu finden.
Das erwies sich als schwer. Die beiden Tauren die im Lager geholfen hatten konnten es nicht glauben und auch, egal was nun war. nichts dazu sagen. Jes drängte immer mehr sie zu verfolgen und zu vernichten.
Hezekin und Akkerin der Waldläufer machten sich im Stillen auf den Weg um nach Spuren zu suchen. Doch kamen sie nicht weit denn Ruki kam ebenfalls aus dem Osten zurück.
Jes fluchte, spuckte Gift und Galle, und ritt davon. Ein deutliches Zeichen... es gab einen Verrat, doch es war nicht der der Tauren.

Gerüchte machten die Runde. Die einen waren fort um mich zu rächen, denn es hieß ich wäre gefallen. Die Tauren waren sich entgegen aller Anschuldigungen keines Verrates bewußt. Auch Fierona kehrte zurück... nicht lebendig aber untot wie zuvor.
Doch der Aufmerksame merkte schnell daß Jes das Glied ist, das all dieses Chaos verband.
Jes hatte uns verraten... und mit ihr vieleicht alle Verlassenen unter uns.

Langsam kehrte etwas Ruhe ein. Das Feuer in den Herzen war endlich etwas abgekühlt.
Einige hatten schon den Rückweg angetreten.
Ich teilte allen mit was geschehen war. Jeder hatte das gleiche Recht auf die Wahrheit.

Dann kehrte Jes zurück. Hass brannte in ihren Augen, die sonst völlig leer waren.
Ich sollte ihr folgen sagte sie. Folgen und sterben. Nur meine Unentschlossenheit hat mich gerettet.
Ich hätte den Tod verdient. Wir alle hätten den Tod verdient.
Sie tat es für die Verlassenen sagte sie. Um für Gerechtigkeit zu sorgen.
Sie ist verrückt... zer@!@##*n von Hass und Wahn.
Ich bekam Mitleid mit ihr und ließ sie und Eda ziehen. Es steht jedem frei seinen Weg zu wählen.
Ich werde alles tun um die, die mir folgen, aus der Dunkelheit zu führen. Sie werden alleine dort verharren... nun wahrlich verlassen.

Wir zogen zurück nach Tirisfal. Einige wollten feiern, doch die Müdigkeit stellte sich vielen, wie auch mir, in den Weg.
Es wurden noch Worte in Frieden gewechselt und für dieses Mal gingen alle ihrer Wege.
Es war ein großer Tag. Ich weiß, wenn ich sie wieder rufe, werden einige dem Ruf nicht folgen. Doch die, die es tun, werden ihm mit ganzer Hingabe folgen.

Und nun? Es ist nicht vorbei... es hat nicht einmal richtig begonnen.
Einige wollen sich mit der Allianz verbünden und ich stimme dem zu. Die Geißel verlangt alle Kraft die wir mobilisieren können und wir dürfen sie nicht an anderen Fronten vergeuden, wenn wir es verhindern können.
Was ist mit den Trollen und den Orcs? Ich versprach dem einen Troll ein Streitgespräch... das werde ich ihm geben wenn ich ihn denn wieder finde.
Und was ist mit den Verlassenen? Ich kann sie nicht aus unseren Reihen verbannen... doch ich kann ihnen auch nicht mehr vertrauen.
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